Besuch bei der Firma ROTEC Pulverbeschichtung GmbH in Hörstel

Auf Expansionskurs ist die Firma „rotec pulverbeschichtung GmbH“ an der Gutenbergstraße 3. Das erfuhren die Besucher vom Ortsverband der FDP, die die Bundestagsabgeordnete Claudia Bögel zu diesem Termin mit eingeladen hatten, schließlich gehört die FDP-Kreisvorsitzende dem Wirtschaftsausschuss des Bundestages an und ist dort für Mittelstand und Mittelstandspolitik zuständig. Außerdem möchte die liberale Politikerin erfahren, ob und wo den Unternehmern im Keis der Schuh drückt. „Wann immer Sie Hilfe benötigen, sprechen Sie mich gern an. Wenn ich nicht direkt etwas für Sie tun kann, werde ich für entsprechende Kontakte sorgen“, versprach sie Geschäftsführer Andreas Gehling, der die Gäste über die Firma informierte, die vor gut einem Jahr von Rheine nach Hörstel umgesiedelt war.

Drei Mitarbeiter sind im Vormonat neu eingestellt worden. Schon im nächsten Monat soll es weiteren Personalzuwachs geben. „Wir haben momentan 32 Mitarbeiter, zu denen fünf Auszubildende gehören. Ziel ist es, ab Sommer in zwei Schichten zu arbeiten“, blickte Gehling nach vorne. Bevor das umgesetzt werden könne, sei es erforderlich, die neuen Mitarbeiter umfassend zu Schulen. Geschultes Fachpersonal sei auf dem freien Markt kaum zu bekommen, so Gehling. Rotec arbeite zwar mit Farben, doch Maler und Lackierer benötige er nicht, weil nicht mit löslichen Lacken, sondern ausschließlich mit Farbpulver gearbeitet werde, das in einem speziellen Ofen bei Temperaturen bis zu 190 Grad beispielsweise mit Aluminium, Stahl, Edelstahl, Messing, ja sogar mit Glas dauerhaft und fest verbunden werden könne.

Die Besucher um den FDP-Vorsitzenden Reiner Schnabel erlebten beim Rundgang jeden einzelnen Arbeitsschritt, die fast ausnahmslos per Computer gesteuert werden. Doch auch für die Farbbeschichtung von Sondergrößen sei rotec ausgestattet, erfuhren die Gäste von der FDP und sahen eine große Kammer, in der Mitarbeiter mit Spitzpistolen die Farbpigmente auf die Profile auftragen, die ein Gewicht bis zu zwei Tonnen haben können. Nanotechnologie kommt zum
Einsatz, um eine perfekte Haftung zu garantieren. „So glatt, wie die Farbe auf den Materialien aufgebracht wird, kann das kein Maler mit der Hand erreichen“, erklärte ein Besucher, der verschiedene Teile sehr eingehend betrachtet hatte. Farbgeruch wie in einer Malerwerkstatt gibt es bei rotec nicht. „Wir benötigen halt keine Farbverdünner, sondern arbeiten in einem geschlossenen Kreislauf ausschließlich mit Wasser, das ebenso wieder aufbereitet wird wie die Farbpigmente, die nicht direkt an den Arbeitsstücken haften bleiben“, informierte Gehling mit Hinweis darauf, dass man selbst die Wärme aus dem Brennofen wieder nutze, um das Betriebsgebäude zu heizen. Und noch etwas erfuhren die FDP-Vertreter beim Rundgang: Firmen können Serien- wie Einzelteile beschichten und auch gleich montieren lassen.

„Wir haben 20 Jahre Erfahrung und hier eine hochmoderne Beschichtungsanlage installiert, damit wir alle Kundenwünsche optimal erfüllen können“, erklärt Andreas Gehling und verwies darauf, dass die allermeisten Aufträge aus einem Umkreis von etwa 200 Kilometern kommen. Doch habe man auch schon für Firmen aus Leipzig und anderen weiter entfernten Orten gearbeitet.


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