Landtagswahlen 2017

Kandidatensteckbrief - Alexander Brockmeier

Persönliches
Name: Alexander Brockmeier
Beruf: Student der Rechtswissenschaften
Geboren am 04. Dezember 1992
Wohnort: 48429 Rheine
Familienstand: Ledig
Wahlkreis: 82 - Steinfurt II

Mein politisches Statement:
Bei jeder Landtagswahl nimmt die Bildungspolitik als zentrales Landesthema eine entscheidende Rolle im Wettstreit der Parteien ein. Auch die Wahl im kommenden Jahr wird keine Ausnahme dieser Regel darstellen. Erfahrungsgemäß ist die Bildungspolitik ein Politikbereich, durch den viele Wähler erreicht werden können, da jeder aus seiner eigenen Schulzeit auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann und sich bereits ein Bild über einige schulpolitische Fragen gemacht hat.

Die große Bedeutung der Bildungspolitik führt gleichzeitig dazu, dass viele Parteien sich dabei oft in ideologiegeladene Debatten verrennen. Oftmals entsteht so aus gut gemeinten Maßnahmen eine enorme Belastung für alle am Schulalltag beteiligten Personen. Das aktuell gravierendste Beispiel hierfür ist die schlecht umgesetzte Inklusionspolitik der grünen Schulministerin, Sylvia Löhrmann.

Anstatt nach einer jeden Legislaturperiode neue Reformdebatten zu führen, die erneut dazu führen, dass sich sowohl Schüler als auch Lehrer durchaus berechtig als Versuchskaninchen wahrgenommen fühlen, brauchen wir dringend Sicherheit und Verlässlichkeit in unserem System. Tatsächlich steht das genaue Gegenteil auf der Tagesordnung unserer nordrheinwestfälischen Schulen. Schon beim stattfindenden Schulunterricht fangen die Probleme an. So fehlen laut dem Lehrerverband VBE mindestens 2.000 Pädagogen, um den bisherigen Anforderungen gerecht werden zu können. Dies hat weitreichende Folgen. Erst kürzlich hat ein Vergleich der Grundschüler in Deutschland mit Grundschülern aus anderen Ländern gezeigt, dass unser Bildungssystem einen enormen Optimierungsbedarf hat. Gerade in den mathematischen Fächern schneiden unsere Schüler unterdurchschnittlich ab.

Bis wir unser Ziel, die beste Bildung in NRW, erreichen, muss noch einiges geschehen. In vielen Ländervergleichen hat unser Bundesland die rote Laterne in der Hand. Die Probleme liegen sowohl in der personellen, als auch in der sachlichen Ausstattung unserer Schulen. Neben der Verbesserung der finanziellen Lage muss sich unsere Schullandschaft aber auch strukturell und inhaltlich bewegen. Statt Reformdebatten über das Schulsystem zu führen, wäre man deshalb gut da-mit beraten, den Schulen selbst eine größere Gestaltungsfreiheit einzuräumen. Aktuell werden beispielsweise viele Entscheidungen für den konkreten Einsatz zugewiesener Mittel fernab vom Schulalltag getroffen. Dabei wird nicht auf die regionalen Besonderheiten einer einzelnen Schule oder andere Unterschiede geachtet. So wird beispielsweise eine Schule aus dem Zentrum von Düsseldorf mit einer Schule unserer ländlichen Region gleichgesetzt. Dabei wissen doch die Schulen und Schulleiter vor Ort am besten, wofür sie am dringendsten Mittel einsetzen müssten oder welche Schwerpunkte in ihren pädagogischen Konzepten von größter Bedeutung sind.

Auch der Föderalismus im deutschen Bildungssystem scheint aus der Zeit gefallen. 16 verschiedenen Schulministerien und über 90 verschiedene Schulsysteme innerhalb unseres Landes machen bereits einen Umzug mit schulpflichtigen Kindern von Münster nach Osnabrück zu einem ernsthaften Problem. Dieser Irrsinn ist schon lange nicht mehr nachvollziehbar. Wenn wir in den nächsten Jahrzehnten keinen Wert auf einen Wettstreit zwischen dem niedersächsischen und bayrischen Schulsystem legen, sondern unseren Schülern von morgen eine Chance im Wettbewerb mit Schülern aus Kanada oder Norwegen schenken wollen, dann benötigen wir dringend eine auf Bundesebene koordinierte Schulpolitik.

Nicht zuletzt wird sowohl das Berufsleben, als auch das alltägliche Leben, immer stärker von Innovationen rund um die Digitalisierung geprägt. Die Schulen müssen die Schüler bestmöglich auf die sich immer schneller verändernde Gesellschaft vorbereiten. Schon zu Schulzeiten müssen die Heranwachsenden mit und durch neue Medien geschult werden. Hier müssen auf der einen Seite die Schulen auf einen aktuellen Stand hinsichtlich der digitalen Infrastruktur gebracht werden, auf der anderen Seite müssen die Lehrer für das Vermitteln von Lerninhalten mit digitaler Unterstützung geschult werden. Dazu gehört auch, dass die Schüler durch möglichst beste Bildung schon heute auf Berufe von morgen vorbereitet werden müssen. Hierfür benötigen wir eine stärker individualisierte Förderung an unseren Schulen.

Jürgen- Tobias Lücke geht in den Rat

Anlässlich der Nachbesprechung des Ergebnisses der Kommunalwahl wurde Jürgen-Tobias Lücke das Vertrauen ausgesprochen.
Er wird für die FDP Hörstel den Sitz im Stadtrat einnehmen.

Die konstituierende Sitzung findet am Mittwoch, den 11. Juni, statt.

Empfindliche Wahlniederlage

Bei der gestrigen Kommunalwahl hat die FDP Hörstel eine empfindliche Niederlage erlitten. Die erhaltenen Stimmen reichen nur für 1 Ratssitz. Damit konnte der Fraktionsstatus nicht gehalten werden. Wir bedanken uns bei allen Bürgern, die uns gewählt haben. Ein Glückwunsch geht an die CDU, die die absolute Mehrheit verteidigt hat, und die SPD, die 2 Sitze hinzugewinnen konnte.

Offensichtlich ist es uns nicht gelungen, die gewünschte Anzahl von Wählern von unserem Programm und unseren Kandidaten zu überzeugen. Das Ergebnis spiegelt aber auch den Trend für die FDP auf Landes-, Kreis- und Bundesebene wieder. Noch dramatischer sind die Verluste bei der Europawahl.

Unabhängig vom Wahlergebnis sind wir weiterhin von unserer liberalen Haltung überzeugt.
Wir werden weiterhin für diese Werte kämpfen.

 

Der FDP Hörstel Flyer zum Download.

Alle Informationen zu den Wahlbezirken finden sie auf:
www.hörstel.de/index.php?menuid=18

Wahlaufruf zu den Kommunalwahlen

FDP Mitglied Miklas Horstmann fordert alle Erstwähler auf, das Wahlrecht aktiv zu nutzen.
Das ausführliche Schreiben hier: Wahlaufruf an die Erstwähler.

Desweiteren finden Sie hier den Wahlaufruf der FDP:
Wahlaufruf der FDP zu den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014

 

Treffen der FDP Hörstel zur Kommunalwahl

Treffen der FDP Hörstel zur bevorstehenden Wahl Foto v. l. Hermann Schäfer, Christian Ruffert, Rainer Schnabel, Joachim Krömer, Jürgen Lücke, Willy Klöcker, Markus Holle
und Anne Heide Lücke.

Die Kandidaten der FDP Hörstel für die Kommunalwahl am 25. Mai haben sich am 6. Mai zu einer Besprechung getroffen. Weiterlesen...

Wahlprogramm 2014 der FDP Ortsverband Hörstel

Wahlprogramm der Freien Demokratischen Partei in Hörstel für die Kommunalwahl am 25. Mai 2014

Liebe Bürger und Bürgerinnen von Hörstel,
nachfolgend stellen wir Ihnen das Kommunalwahlprogramm der FDP Hörstel vor. Wir haben für Sie das Programm so gestaltet, dass Sie zuvorderst unsere allgemeinen Ziele finden. Daran schließen unsere für Hörstel konkreten Ziele an. Für Ihre Rückfragen stehen wir Ihnen zur Verfügung.

 
 

1. Vorwort
Freiheit an sich ist Grund und Ziel unserer liberalen Politik. Freiheit ist ein elementares Gut jedes Menschen und steht an allererster Stelle im Leben. Dafür treten wir Liberale aus Überzeugung ein. Familien, Vereine und Gemeinde sind die Basis unseres Gemeinwesens.
Wir wollen eine Politik in Hörstel, die den Menschen in den Vordergrund stellt. Alle Bürger sollen gleichgestellt sein, faire Chancen haben, ihre Talente entfalten können. Jeder Mensch soll leben wie er es für richtig empfindet. Die Freiheit des einen endet dort, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt.
Wir setzen auf den mündigen Bürger. Freie Bürger sind motivierte und eigenverantwortliche Menschen, die bewusst am Leben teilnehmen. Die freie Bürgergesellschaft lebt miteinander, nicht gegeneinander.
Unsere liberale Politik will diese Grundfeste stärken. Wir streben an, staatliche Eingriffe in unsere Privatsphäre auf ein Minimum zu reduzieren. Wo immer Menschen Eigeninitiative entwickeln, wollen wir sie darin unterstützen.
Nicht der Staat kümmert, es sind die Menschen, die eine Gesellschaft stark, solidarisch und lebenswert machen.
Damit die Bürger in Hörstel ihre Kräfte zur Entfaltung bringen können, bedarf es einer Politik, die zielorientiert die richtigen Rahmenbedingungen setzt. Deshalb ist unsere Politik pragmatisch, bürgernah und lösungsorientiert.

 
 

2. Haushaltspolitik
Wir streben eine schuldenfreie Stadt an. Schulden machen unfrei. Sie machen den Schuldner zum Diener eines fremden Herrn. Städtische Handlungsspielräume werden begrenzt und soziale Leistungen eingeschränkt. Schulden sind ungerecht, insbesondere gegenüber unseren Kindern. Sie sind nicht für das Entstehen verantwortlich, müssen aber für deren Folgen gerade stehen.

Die richtige Haushaltspolitik kann nur eine Politik der Bescheidenheit sein. Wir dürfen nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen. Nur eine schuldenfreie Stadt hat Gestaltungsspielräume, kann Steuern und Abgaben gering halten. Eine niedrige Steuerlast kommt allen Bürgern zugute.
Sparpolitik bedeutet nicht Verzicht auf sämtliche Leistungen der Stadt, sondern den intelligenten und sinnvollen Einsatz der knappen Finanzmittel. Es ist Aufgabe einer guten Politik mit dem zur Verfügung gestellten Geld der Bürger sorgsam umzugehen.
Bürger sollen an den Entscheidungen der Stadt stärker beteiligt werden.

Unsere Forderungen
Wir fordern die Abschaffung der sogenannten fiktiven Hebesätze. Mit diesen Vorgaben greift die Landesregierung massiv in den Handlungsspielraum der Gemeinden ein und untergräbt unsere Selbständigkeit. Wie wollen wir die Attraktivität und Eigenständigkeit von Hörstel verbessern, wenn ungerechte Gemeindefinanzierungsgesetze dieses unmöglich macht?
Wir wollen die Hebesätze der Stadt für Grundsteuern und Gewerbesteuer niedrig halten und somit die Wettbewerbssituation für Hörstel stärken.

 
 

3. Eine soziale Marktwirtschaft – unsere Zukunft
Eine gute Haushaltspolitik ist zugleich eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik. Unternehmertum im Allgemeinen, Mittelstand im Besonderen, sind Garanten für Wohlstand. Hier werden die sozialen Leistungen überhaupt erst erwirtschaftet.
Wir stehen für eine freizügige Wirtschaftspolitik, die sich an klare Ordnungsregeln zu halten hat. Soziale Marktwirtschaft sieht, wie die liberale Politik, den Menschen im Zentrum von allem. Überzogene Einschränkungen unternehmerischen Tuns führen zu Arbeitsplatzabbau.
Die Zukunft einer Kommune hängt von ihrer Wirtschaftskraft und von ihrem sozialen Engagement ab. Beides hängt zusammen. Wir sind für die Reduzierung von Steuerlast und Abgaben, weil dies die Attraktivität der Stadt Hörstel erhöht.

Unsere Forderungen
Die FDP Hörstel sieht die Zukunft der Stadt gesichert, wenn Gewerbeansiedlung erleichtert wird. Dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen und Einnahmen generiert, woraus die Stadt ihre Ausgaben bestreiten kann. Ausgewiesene Gewerbeflächen müssen intensiver beworben werden. Vor allem auf der Fläche des ehemaligen NATO-Flugplatzes in Dreierwalde muss alles unternommen werden, um dort neues Gewerbe zu ermöglichen. Den jetzigen Nutzern muss ein tragfähiges und verlässliches Konzept angeboten werden.
Wir fordern die Erfassung ungenutzter Industrie- und Gewerbeflächen in einem Kataster, um deren Chancen für eine zukünftige Nutzung und Vermarktung zu verbessern. Vor der Erschließung neuer Gewerbeflächen müssen vorhandene Flächen berücksichtigt werden.

 
 

4. Bildung, Jugend und Familie
Wir werden die Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien unterstützen und weiter voranbringen. Trotz der von uns angestrebten Sparpolitik werden wir in den kommenden Jahren die zur Verfügung stehenden Mittel in die Zukunft unserer Kinder investieren. Bildung ist die wichtigste Grundlage für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben. In jedem von uns stecken Begabungen. Nur durch Bildung können wir sie an die Oberfläche holen. Deutschlands einzige Chance im Wettstreit mit den anderen Volkswirtschaften besteht in der Ausbildung des Wissens und der Fertigkeiten seiner Bürger.

Der Kern jeder Gesellschaft ist die Familie. Junge Familien sollen sowohl am gesellschaftlichen als auch am Arbeitsleben teilnehmen können. Wir fordern Kindergartenplätze in ausreichender Zahl und die richtige qualitative Betreuung. Von den Offenen Ganztagsschulen erwarten wir eine höhere Flexibilität, damit Familien ihren Alltag freier planen können. Die FDP Hörstel unterstützt das soziale Engagement der Kirchen und Vereine im Stadtgebiet. Wir fördern die Arbeit des Streetworkers, der mit hohem Engagement bei den Brennpunkten tätig ist. Und wir unterstützen jede private Initiative, die das Gemeinwohl stärkt.

Bei der Inklusion warten große Herausforderungen auf uns. Wir wollen ein qualifiziertes Angebot an Förderschulen erhalten, in Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkommunen.
Das Inklusionsgesetz der Landesregierung ohne klare Qualitätsstandards, ohne umfassende Fortbildung der Lehrer und ohne eine Übernahme der Kosten für inklusiven Unterricht, lehnen wir ab. Dieser Ansatz ist zum Scheitern verurteilt und geht zulasten der Betroffenen.

Unsere Forderungen
Die FDP Hörstel unterstützt den Schulstandort Harkenberg mit allen drei Schulformen, sowie die Grundschulen und Kindergärten. Dabei fordern wir mit Nachdruck Haupt- und Realschule genauso finanziell und personell zu unterstützen wie die neue Gesamtschule.

 
 

5. Tourismus, Kultur und Sport
Wir unterstützen die wertvolle Arbeit der Sportvereine. Denn ein attraktives Sport- und Freizeitangebot macht unsere Gemeinde lebenswert und ist für die Neuansiedlung von Unternehmen und Familien ein wichtiger Standortfaktor.

Wir achten unsere langjährigen Traditionen und die eigene Geschichte. Deshalb halten wir es für wichtig Denkmalpflege zu betreiben, statt wie von der Landesregierung geplant diese langfristig ganz zu beenden.

Unsere Forderungen
Die FDP Hörstel unterstützt Maßnahmen, die den Tourismus fördern. Unter anderem kann dies durch das Stadtmarketing geschehen, wo wir zur Verstärkung eine durch öffentliche und private Mittel geschaffene Stelle fordern. Diese muss an das Stadtmarketing und nicht an die Stadtverwaltung angegliedert werden.
Außerdem möchten wir am Torfmoorsee einen Spielplatz einrichten lassen. Es sind regelmäßig viele Familien mit Kindern an diesem beliebten Ausflugsort.
Für das Klostercafé im Kloster Gravenhorst fordern wir eine privatwirtschaftliche Lösung. Mit diesem Café an historischer Stelle kann der Kreis Gewinne erwirtschaften die dem Klosterhaushalt zu Gute kommen können und reguläre Arbeitsplätze schaffen.
Freie Mittel sollen eingesetzt werden zur Unterstützung von Vereinen und anderer gesellschaftlicher Einrichtungen, die das Gemeinwohl stärken.

Aber auch die Sportinfrastruktur muss immer wieder an die Bedürfnisse und dem daraus entstehenden Bedarf angepasst werden.
Hier unterstützen wir die Forderungen der Sportvereine entsprechend geeignete Sportstätten zu schaffen. Nach dem Bau der grünen Halle mit dem integrierten Gymnastikraum boomt in Riesenbeck der Fitness-Sport. In Bevergern wird der Be-Treff sehr gut angenommen. In Hörstel besteht dringender sofortiger Bedarf. Rat und Verwaltung sollen hier nach Kräften unterstützen. Für Dreierwalde ist die Entwicklung sorgsam zu beobachten.
Ausgaben für Kultur kommen schnell auf die Streichliste. Wir halten die interkommunale Zusammenarbeit und die angemessene finanzielle Beteiligung am Etat der Musikschule Ibbenbüren für richtig und wichtig.

Die FDP Hörstel unterstützt die Städtepartnerschaften mit Waltham Abbey (UK), Dalfsen (NL) und Moletai (Litauen). Außerdem soll die Städtefreundschaft mit Lunzenau (Sachsen) weiter ausgebaut werden.

 
 

Denkmalschutz
Die FDP Hörstel unterstützt Maßnahmen zur Wahrung der Denkmalpflege. Zum einen sollen die zerstörten Bildstöcke wieder aufgebaut werden. Zum anderen sollen Denkmäler und schützenswerte Bauten, wie auch schützenswerte Landschaften für unsere Nachwelt erhalten werden.
Wir unterstützen die Ziele und den ehrenamtlichen Einsatz der Heimatvereine, die eine sehr wichtige Arbeit zur Bewahrung von Tradition und Geschichte leisten.

 
 

6. Umwelt und Energie
Im Zentrum unseres Interesses stehen die Menschen. Und weil wir Menschen als Teil in und von der Natur leben, ist uns die Natur ebenso wichtig. Dabei prüfen wir alle Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Natur, ob diese in die Freiheitsrechte des Menschen eingreifen. Naturschutz kann und muss im Einklang stehen mit den Menschenrechten. Wir setzen auf die Innovationskraft des menschlichen Geistes statt auf planwirtschaftliches und vom Staat gelenktes Handeln.

Unsere Forderungen
Die FDP Hörstel unterstützt den Prozess zur Klärung ob und wie die Rekommunalisierung der Strom- und Gasnetze durch die sieben Gemeinden erfolgen kann. Eine Rekommunalisierung muss im Einklang mit den Haushaltsmitteln und den Interessen der Bürger stattfinden. Sie muss im wahrsten Sinne nachhaltig sein, weil diese Entscheidung sehr langfristige Auswirkungen hat.
Wir unterstützen den subventionsbefreiten Auf- und Ausbau von regenerativer Energie. Wenn es um Windparks geht, setzen wir auf den Dialog aller Beteiligten. Keine Windparks gegen Bürgerwillen!

 
 

7. Demographischer Wandel
Wir nehmen den demographischen Wandel als positive Herausforderung an. Wir wollen die Entstehung von Mehrgenerationenhäusern, Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen und Seniorenzentren fördern. Wir achten auf die wohnortnahe Versorgung und auf die altengerechte Gestaltung der Innenstädte.
Wir unterstützen Projekte, die ein Mehr an Miteinander zwischen den Generationen fördern.

Unsere Forderungen
Wo möglich soll es Angebote für Senioren und Seniorinnen geben. Wir unterstützen den privaten Bau von Seniorenzentren, die zugleich auch Begegnungsstätte für alle Generationen sind. Wir unterstützen die Idee des Mehrgenerationenhauses inklusive Schaffung von Wohnraum für behinderte Menschen (Bielefelder Wohnmodell).
Dabei lassen wir die jungen Familien nicht alleine. Kinder und Jugendliche brauchen Plätze für ihre freie Bewegung. Deswegen fordern wir den Erhalt, bzw. den Ausbau von Spielplätzen an zentralen Stellen. Außerdem soll ein breites Angebot an Spiel, Sport und Spaß, zum Beispiel über die bekannten Sportvereine unterstützt werden. Hierzu brauchen die vielen Ehrenamtler die Unterstützung durch die Stadt Hörstel. Wir schätzen die Arbeit des Streetworkers und der Kirchen in Hörstel.

 
 

Weitere Forderungen der FDP Hörstel:

a) Forensik
Die FDP Hörstel ist prinzipiell für eine Maßregelvollzugsklinik im Landgerichtsbezirk Münster, die eine standortnahe Unterbringung der forensischen Patienten gewährleistet und nach den modernsten Methoden arbeitet.
Die FDP unterstützt die Forderung der Bürgerinitiative „Für Dreierwalde“, solange keine nachhaltigen Argumente vorliegen, wieso ausgerechnet dieser Standort so geeignet sein soll. Wir halten dem Ministerium für Gesundheit vor, dass ausschließlich Standort-Kriterien geprüft wurden, die sich auf die Geländebeschaffenheit und deren Verfügbarkeit beziehen. Es wird nicht berücksichtigt, ob und wie eine erfolgreiche Therapie zum Wohle der Patienten an diesem Standort sichergestellt werden kann. Trotz der berechtigten Kritik wird sich die FDP konstruktiv in den Planungsbeirat einbringen, um hier weiterhin aktiv Einfluss zu nehmen.

b) Flughafengelände
Die FDP Hörstel unterstützt den Auftrag an ein Planungsbüro, um die Nutzung des ehemaligen Flughafengeländes zügig zu einem positiven Ergebnis zubringen. Wir sehen uns in der Haltung bestärkt, dass der bestehende Ratsbeschluss falsch ist, wonach die Stadt das Gelände kaufen soll. Wir bleiben dabei:
Ohne Investor und strategischen Partner sowie entsprechende Pläne und Absichtserklärungen macht ein städtisches Engagement für uns keinen Sinn.
Bei der Verwendung sollen auch die jetzigen Mieter eine faire Chance erhalten, den Standort langfristig zu nutzen. Wünschenswert wäre ein breiter Mix an Gewerbe, Institutionen und Einrichtungen. Vielleicht gibt es ja sogar die Chance eine Forschungseinrichtung oder eine Stiftung des Landes oder des Bundes anzuwerben. Insgesamt bauen wir auf dringend notwendige Anpassungen des Regionalplanes, damit die Fläche erfolgreich und nachhaltig genutzt werden kann.

c) Breitbandversorgung
Die FDP Hörstel fordert den weiteren Ausbau der Breitbandversorgung im gesamten Stadtgebiet. Mindestens eine Internetgeschwindigkeit von 16 Mbit/s soll erreicht werden. Eine sichere und schnelle Datenverbindung ist heute eines der wichtigsten Argumente für Unternehmen bei ihrer Standortentscheidung. Außerdem wird dies von der Mehrheit der Bürger und Bürgerinnen erwartet.

d) Ehrenamt
Die FDP Hörstel würdigt die enorm wichtige Arbeit und den Einsatz der unzähligen Ehrenamtlichen, die sich zum Wohle der Bürger engagieren.
Unser sozialer Standard hängt zu einem beträchtlichen Teil von der freiwilligen und aufopferungswilligen Tätigkeit dieser Bürger und Bürgerinnen ab. Wir möchten, dass auf einer jährlich stattfindenden Ehrung besondere außerordentliche Leistungen mit der Verleihung einer Medaille gewürdigt werden.
Die Bekanntheit der Ehrenamtskarte soll durch Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in unterschiedlichen Medien gestärkt werden.
Dort wo das Ehrenamt überbelastet ist, sollen Maßnahmen zur Entlastung geprüft werden. Im Einzelfall kann eine Stelle in Teilzeit angebracht sein. Die FDP Hörstel fordert eine Stabstelle „Bürgerschaftliches Engagement“, ähnlich wie dies in der Stadt Rheine existiert. Hier sollen Leiter und ehrenamtliche Helfer von Selbsthilfegruppen und Initiativen einen Ansprechpartner haben.

e) Verwaltung – schlank und effizient
Wir würdigen die kostenbewusste Arbeit und Organisation der Stadtverwaltung. Im Vergleich zu vielen vergleichbaren Kommunen sind wir besser aufgestellt.
Durch die Ausweitung der interkommunalen Zusammenarbeit mit benachbarten Verwaltungen können weitere Einsparungen erreicht werden, ohne negativen Einfluss auf die Serviceleistungen gegenüber den Bürgern unserer Stadt.
Wir fordern eine transparente Arbeit des Rats und der Verwaltung der Stadt Hörstel.

f) Wohnungsangebot
Dem Bedarf an weiteren Wohnbaugebieten, insbesondere für junge Familien, ist in allen Stadtteilen gerecht zu werden. Zusätzlich ist es notwendig, frei werdenden Wohnraum in der vorhandenen Besiedlung attraktiv zu machen und zu halten. Für diese Aufgabenstellung sollen Rat und Verwaltung externe Unterstützung hinzu ziehen.

 
 

Anschrift:
FDP Hörstel
Joachim Krömer
Lessingstr. 20
48477 Hörstel-Riesenbeck
www.fdp-hoerstel.de