Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen
in Hörstel, Riesenbeck und Bevergern.
Stellungnahme des FDP Ortsverbandes Hörstel zum Beschluss des Stadtrates der Stadt Hörstel zur Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen in Hörstel, Riesenbeck und Bevergern.
Die FDP Hörstel begrüßt grundsätzlich die Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen in den Stadtteilen. Damit werden die Ortskerne wesentlich gestärkt. Es können nun vorhandene Versorgungsdefizite beseitigt werden.
Wichtig ist uns die Schaffung einer ortsnahen Versorgung der Einwohner, das heißt kurze Wege zum Einkauf des täglichen Bedarfes. Es liegt ja nun schwarz auf weiß vor, dass der Anteil Älterer im Stadtgebiet überproportional hoch ist. Diese Situation muss auch bei der Versorgungsplanung berücksichtigt werden.Verändern wird sich die Situation des jetzigen Lebensmittelmarktes in Bevergern bei Ansiedlung eines Discounters auf dem Gelände an der Riesenbecker Straße - Ecke Sendstraße. Die relativ große Entfernung beider Märkte wird entscheidend für das Kaufverhalten der Menschen sein. Die modernen Discounter haben sich in den letzten Jahren immer mehr in Richtung eines Vollsortimenters entwickelt. Hinzu kommt noch, dass bei dem neuen Markt ein weiterer Backshop vorgesehen ist. Das wäre dann in Bevergen die vierte Möglichkeit Backwaren einzukaufen. Für eine bessere Lösung halten wir die Ansiedlung eines klassischen Discounters in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Vollsortimenter. Symbiosen diese Art haben sich anderenorts, z.B. in Ibbenbüren und Saerbeck bestens bewährt. Leider ist diese Variante aus Gründen der vorhandenen Bebauung bzw. geplanter Ansiedlungsvorhaben nicht mehr umsetzbar.
In Riesenbeck sind auf dem Kerkhoffgelände durch die vorgesehene Verlegung des jetzigen Lebensmittelmarktes die Probleme des Leerstandes von Verkaufsflächen vorprogrammiert. Dieser Markt ist der zentrale Magnet im dortigen Einkaufszentrum und von seiner Anziehungskraft profitieren die umliegenden kleineren Geschäfte. Bricht diese Magnetwirkung weg, werden zukünftig die am Standort verbleibenden Geschäfte es schwer haben ihre bisherigen Kunden weiter an sich zu binden. Die von dem Vertreter der Firma „Stadt + Handel“ als Ersatz genannte Variante der Ansiedlung z. B. eines Bio-Supermarktes halten wir für einen realitätsfernen Wunschtraum. Die Konsumenten werden ihren Bedarf an Bio-Produkten in den Märkten auf dem ehemaligen Niemeyer-Gelände decken. Frisches Obst und Gemüse von bester Qualität bekommt man außerdem in einem gut sortierten Hofladen eines ortsansässigen Bauern. Nun liegt es in den Händen der Stadt für das Kerkhoffgelände Werbung zur Ansiedlung eines geeigneten Nachnutzers zu machen, damit dieser zentrale Versorgungsbereich nicht verloren geht.






